Schritt für Schritt - Anleitung EWB-83D/B - Rollbeschichtung

z.B. Garagenboden beschichten und versiegeln


In vielen Garagen kann man den nackten Beton sehen, der teilweise schon rissig oder einfach nur unschön aussieht. Zwar handelt es sich um einen Nutzraum und somit ist das keine Katastrophe, allerdings wäre es sicherlich optisch schöner und würde aufgeräumter aussehen, wenn über den Garagenboden eine schöne Bodenbeschichtung verlegt wäre. Des Weiteren gehört zu einem der großen Nachteile von dem Betonboden, dass er mit der Zeit fleckig wird und sich außerdem nicht gut reinigen lässt. Im Laufe der Zeit kann der Garagenboden sandig werden und spätestens jetzt ist die Zeit gekommen, um etwas zu verändern. Es gibt viele Gründe, die gegen den Betonboden sprechen und die gängigsten sind das optische- und das Reinigungsproblem. Doch kommen wir erneut zu den Garagen. Ein Garagenboden muss abriebfest und rutschfest sein, damit er erstens nicht schnell abnutzt und zweitens das Auto leicht zum Stillstand kommen kann. Außerdem ist es immer besser, dass der Boden nicht rutschig ist, damit Sie beim Betreten der Garage nicht ausrutschen und sich verletzen. Zu guter Letzt ist es wichtig, dass sich der Garagenboden mit den heißen Autoreifen verträgt.

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, dass Sie mit Epoxidharz Ihren Garagenboden versiegeln möchten - empfehlen wir unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung durchzulesen. Hier erfahren Sie nützliche Tipps, die Sie bei Ihrer Arbeit unterstützen werden und Ihnen die Arbeit erleichtern.

Das sind die Materialien, die Sie für die Arbeit benötigen werden:

=> optional:

WICHTIG:

Bitte mischen Sie nur so viel Epoxidharz an, wie Sie verarbeiten möchten. Sobald das Epoxidharz (Harz+Härter) miteinander verbunden sind, muss zügig gearbeitet werden, da sonst das Epoxid aushärtet.

Schritt Nr. 1 - Garagenboden auf seine Beschaffenheit bzw. Sauberkeit prüfen


Bevor der Garagenboden eine Beschichtung erhält, muss der Betonboden vollständig freigemacht werden. Dabei müssen Sie darauf achten, dass der Boden vollkommen fest und intakt ist. Aus diesem Grund empfehlen wir, den Garagenboden sorgfältig auf Beschädigungen zu überprüfen.

Sie können einen kleinen Hammer in die Hand nehmen und die beschädigten Stellen leicht abklopfen oder einer leichten Kratzprobe unterstellen. Versuchen Sie mit einem spitzen Gegenstand kleine ca. 0,5 Millimeter Quer- und Längslinien in den Garagenboden zu ritzen. Jetzt fahren Sie mit der Stahlbürste mehrmals drüber. Sollten sich irgendwelche Teile lösen, müssen Sie mit einem Ausbesserungsmaterial die Ritzen und poröse Stellen ausbessern. Anschließend können Sie mit einer rotierenden Stahlbürste den Garagenboden nachschleifen. Sollten die Schäden so gravierend sein, dass der gesamte Garagenboden großflächig abgenutzt ist, müssen Sie den ganzen Betonboden ersetzen und neu verlegen, bevor Sie mit dem Beschichten beginnen.

Schritt Nr. 2 - Garagenboden reinigen


Sollte der Boden dreckige Stellen z.B. Ölflecken, Schmutz oder Farbreste aufweisen, empfehlen wir diese dringend zu beseitigen, indem Sie mit einem speziellen Reinigungsmittel für Betonböden, den Garagenboden reinigen. Der Boden muss sauber sein und darf keine großen Schäden aufweisen. Das ist sehr wichtig, damit die Bodenbeschichtung haften kann.

Jetzt wird etwas Spachtelarbeit gefordert, denn Sie müssen einen Spachtel in die Hand nehmen und den hartnäckigen und vertrockneten Schmutz vom Boden abkratzen. Nach dieser Arbeit nehmen Sie einen Staubsauger in die Hand und beseitigen Sie alle Partikel- und Staubreste vom Boden. Nehmen Sie einen Ölfleckenentferner zur Hand und beseitigen Sie damit die hinterbliebenen Ölflecke. Anschießend können Sie einen Hochdruckreiniger oder einen Wasserschlauch aus dem Garten verwenden, um den Boden von den Schmutzresten abzuspritzen.

Sollte der Boden immer noch dreckig sein, können Sie zu speziellen Betonreinigern greifen. Lassen Sie die Reinigungsmitteln einige Zeit einwirken und versuchen Sie anschließend den Betonboden mit einem Schrubber gründlich zu schrubben. Ein Abziehen mit Gummilippe hilft Ihnen die hinterlassenen Schutzreste samt Wasser aus der Garage zu beseitigen. Spülen Sie jetzt alles mit frischem Wasser ab und spätestens jetzt sollte Ihre Garage für die Beschichtung bereit sein.


Schritt Nr. 3 - Der Boden muss austrocknen


Bevor Sie den Garagenboden beschichten, muss er absolut trocken und darf nicht einmal mehr feucht sein. Damit Sie auf Nummer sicher gehen, können Sie eine Kunststofffolie verwenden und diese auf einem Quadratmeter auslegen. Jetzt müssen Sie etwas Geduld aufweisen, nämlich genau einen Tag. Die Folie bleibt luftdicht einen Tag auf dem Garagenboden liegen. Am nächsten Tag müssen Sie überprüfen, ob sich unter der Folie Kondenswasser gebildet hat. Sollte unter der Folie feuchte Stellen sein, müssen Sie sich noch etwas gedulden, bevor Sie mit dem Beschichten beginnen.
Es gibt zum Beispiel eine Faustregel bei einem frisch verlegten Betonboden. Dieser muss mindestens fünf Wochen austrocknen, bevor er einsatzbereit ist.

Schritt Nr. 4 - Garagenboden grundieren


Sie können den Boden nicht beschichten, bevor Sie ihn nicht den stark saugenden Untergrund grundieren, da der Garagenboden wasserdicht für die Beschichtung sein muss. Die Grundierungsarbeiten erfolgen mit dem eigentlichen Beschichtungsmaterial, welches ebenfalls für das Beschichten verwendet wird. Die Flüssigkeit muss gut durchgemischt werden. Die Grundierung muss gleichmäßig mit einem Farbroller so aufgetragen werden, als ob Sie den Garagenboden streichen würden. Dabei muss das Beschichtungsmaterial auf dem gesamten Boden verteilt werden. Auch müssen Sie darauf achten, dass sich die einzelnen Bahnen nicht überlappen. Die Grundierungsschicht muss meistens mindestens 12 bis 48 Stunden austrocknen.

Im Hochsommer ist beim Arbeiten in ebenerdigen Räumen Vorsicht geboten. Die Luft ist warm und feucht. Dadurch, dass die warme und feuchte Luft auf einen ca. 15 Grad Celsius kühleren Boden trifft, bildet sich Kondenswasser, welches zu unschönen Flecken führen kann. Für solche Arbeiten liegt die ideale Temperatur zwischen 16 und 23 Grad Celsius.

Schritt Nr. 5 - Garagenbodenfarbe durch die Versiegelung erreichen


Nehmen Sie ein Rührwerk zur Hand und beginnen Sie damit, die Versiegelungsflüssigkeit anzurühren. Fangen Sie mit dem Gießen in einer Ecke an und arbeiten Sie sich immer weiter vor. Nachdem Sie einen Teil der Versiegelungsflüssigkeit auf den Boden ausgekippt haben, müssen Sie schnell agieren, indem Sie die Flüssigkeit glatt streichen oder rollen. Dabei müssen Sie Bahn für Bahn die Flüssigkeit in den Garagenboden rollen. Achten Sie unbedingt darauf, dass sich die Bahnen nicht kreuzen. Die selbstnivellierenden Schichten lassen sich besonders einfach verarbeiten. Diese können sich selbst auf der Fläche verteilen und gleichzeitig die Unebenheiten ausgleichen. Arbeiten Sie zügig und verteilen Sie ohne Pausen die ganze Beschichtung auf dem Garagenboden. Anschließend ist es wichtig, dass Sie die vorgeschriebene Trockenzeit einhalten, damit die Beschichtung ausreichend austrocknen kann. Die Produktinformationen und die Trockenzeiten stehen meistens auf der Rückseite der Verpackung. Sie können die Versiegelung auch ein zweites Mal auftragen. Allerdings müssen Sie hierbei mindestens 7 Tage warten, damit die vorherige Versiegelung auch vollständig austrocknen kann.

Schritt Nr. 6 - Farbchips/Deko-Chips einstreuen (optional)


Eine Beschichtung des Bodens ist sehr wichtig, denn sie kann verhindern, dass solche Weichmacher aus den Pkw-Reifen auf den Betonboden übergreifen. Außerdem kann verhindert werden, dass der Betonboden wegen seiner chemischen Zusammensetzung, die Pkw-Reifen angreift. Letztendlich schützt die Beschichtung den Untergrund vor Ölen, Streusalzen und ähnlichen Schadstoffen.

Allerdings sieht es nicht immer schön aus, wenn der beschichtete Garagenboden einfach nur grau ist. Manche Menschen mögen es bunt oder pigmentiert mit einigen Farbpartikeln. Aus diesem Grund wurden die Farbchips erfunden, die direkt nach dem Beschichten auf den Boden aufgetragen werden. Auf diese Weise können die Farbchips haften bleiben und verleihen dem Garagenboden eine gewisse Einzigartigkeit.

Zuerst einmal muss der Boden vollständig beschichtet sein. Danach folgt das Wesentliche. Ziehen Sie ein paar Handschuhe an und greifen Sie eine Menge Farbchips mit der Hand. Jetzt müssen Sie versuchen so gleichmäßig wie möglich, die Farbchips über dem gesamten Garagenboden zu verteilen. Auf diese Weise entsteht die sogenannte Pigmentierung. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, wie Sie den Boden mit Farbchips verschönern können.

Zum Beispiel können Sie Farbchips in einem gewissen Muster verteilen. So entstehen auf dem Garagenboden fast schon einzigartige "Gemälde", die an irgendwelche Objekte erinnern können. Das kann sehr schön und etwas nach abstrakter Kunst aussehen. Die Farbchips können in den unterschiedlichsten Farben gekauft werden und müssen nicht immer nur Schwarz und Weiß sein.

Wir empfehlen, das nach dem die Farbchips auf das Epoxidharzt verteilt wurden, eine Versiegelungsschicht aufgetragen werden soll. Hintergrund dieser Versiegelung ist, dass keine scharfen Kanten entstehen.

Schritt Nr. 7 - Beschichtung aushärten lassen


Die optimalste Raumtemperatur für das Austrocknen beträgt 20 Grad Celsius. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte dabei mindestens 65 Prozent betragen. Unter diesen Umständen können Sie den Boden bereits nach etwas mehr als 24 Stunden betreten. Allerdings empfehlen wir weitere 7 Tage zu warten, bevor Sie den frisch beschichteten Boden mit einem Auto befahren. Ein Auto ist deutlich schwerer als Sie und kann nicht nur beim Befahren, sondern vor allem beim Stehen, den frisch beschichteten Garagenboden "eindrücken" und unschöne Dellen hinterlassen.

Versuchen Sie etwas Geduld für diese wichtige Prozedur aufzubringen und zerstören Sie nicht Ihre eigene Arbeit, indem Sie die Garage zu früh befahren. Ihre Geduld wird sich am Ende auszahlen, denn Ihre Garage bzw. der Untergrund ist jetzt vor Streusalz, Motoröl und dem Straßenschmutz geschützt. In der Regel hält der Belag bei normaler Beanspruchung mindestens vier Jahre lang, bis er neu beschichtet werden muss.

Fazit


Der beschichtete und versiegelte Garagenboden garantiert Ihnen eine Freude, denn er sieht nicht nur gut aus, sondern schützt den eigentlichen Betonboden. Des Weiteren ist ein beschichteter Boden deutlich angenehmer zu reinigen, da er glatt ist und sich der Dreck ganz einfach mit einem Waschlappen oder einem Hochdruckreiniger entfernen lässt. Das ist besonders in der kalten Jahreszeit im Winter angenehm, wenn draußen überall Matsch liegt und Sie Ihre Garage in wenigen Handgriffen wieder gereinigt bekommen.

Wenn Sie die ganzen oben genannten Schritte befolgen, wird für Sie die Beschichtung und Versiegelung relativ schnell, einfach und unkompliziert ablaufen und Sie werden sich freuen, wie toll ein beschichteter Garagenboden sein kann!


Sollten sie noch Fragen haben, stehen wir Ihnen wie gewohnt gern mobil oder via E-Mail info@epoxidwelt.de zur Verfügung.

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